Familie & Kind
Pflegefamilien leisten einen unverzichtbaren Beitrag für Kinder und Jugendliche mit Behinderung: Sie bieten ihnen ein stabiles Zuhause und ermöglichen Teilhabe im Alltag. Gleichzeitig stehen viele Familien vor großen Herausforderungen. Um sie besser zu unterstützen, haben der Landschaftsverband Rheinland (LVR) und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege NRW (LAG FW NRW) neue landeseinheitliche Standards für die Beratung, Begleitung und Unterstützung von Pflegeverhältnissen in der Eingliederungshilfe in Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Diese haben der LVR, LWL und die LAG FW NRW Ende April im Rahmen einer Informationsveranstaltung in Köln Fachkräften und Trägern vorgestellt.Die neuen Leistungs-, Vergütungs- und Qualitätsstandards regeln erstmals einheitlich, wie Pflegefamilien begleitet werden, welche Leistungen sie erhalten und welche fachlichen Anforderungen gelten. Ziel ist es, die Beratung und Unterstützung stärker am individuellen Bedarf der Kinder auszurichten und gleichzeitig die Qualität dieser Leistung nachhaltig zu sichern.
Im Bereich der Pflegefamilien in der Eingliederungshilfe sind im Rheinland klare Zuständigkeiten geregelt: Der LVR steuert die Beratungs- und Unterstützungsleistungen über die Teilhabeplanung. Dabei wird der individuelle Unterstützungsbedarf ermittelt und die Umsetzung der Hilfen sichergestellt. Die Leistungen der Beratung und Unterstützung werden von freien Trägern erbracht. Rund 600 Kinder und Jugendliche mit Behinderung wachsen im Rheinland in Pflegefamilien auf.
Ab sofort gibt es den zweiten Band von Donald Duck in Leichter Sprache. Das Buch mit vier neuen Geschichten heißt „Hier kommt Donald!“ und macht Comics für noch mehr Menschen verständlich und zugänglich. Der erste Band von Donald Duck in Leichter Sprache war im vergangenen Jahr sehr erfolgreich und hat viel Aufmerksamkeit bekommen. Deshalb stand schnell fest: Die Comic Reihe soll fortgesetzt werden.
Die Finanzierung der Pflege wird für viele Menschen in Deutschland offenbar immer mehr zur Kostenfalle. Wie aus einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für die DAK-Gesundheit hervorgeht, hat mit 49 Prozent fast jede zweite pflegende Person bei sich oder im persönlichen Umfeld Pflegearmut erlebt. Das bedeutet, dass zur Finanzierung der Pflege ein Großteil der Ersparnisse aufgebraucht oder gar Wohneigentum verkauft werden musste. Die Befragten befürchten zudem, dass sich ihre Lage durch die derzeit von der Bundesregierung geplante Pflegereform weiter verschlechtern könnte.
Mehr bei g+g: https://akds.info/pflegearmut
Die Deutsche Bahn bietet für die Sommerferien ein Familienticket an. Für knapp 100 Euro können bis zu fünf Personen gemeinsam zu einem Urlaubsort hin- und zurückfahren. Bahn-Chefin Evelyn Palla betont, dass Familien so trotz hoher Benzin- und Flugpreise ihren Sommerurlaub planen können. Das Angebot gilt ab Mitte Juni.
https://akds.info/Bahnurlaubsangebot
Mit großer Empörung reagiert die Bundesvereinigung Lebenshilfe auf die jüngste Streichliste aus dem Kanzleramt. Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a.D., betont: „An den Sozialstaat soll die Axt angelegt werden. Die Pläne gehen vor allem gegen Menschen mit Behinderungen, Kinder und Jugendliche. Vieles widerspricht der UN-Kinder- und Behindertenrechtskonvention. Wir müssen uns gemeinsam wehren! Wir dürfen das nicht hinnehmen!“
Ulla Schmidt ruft daher dazu auf, die Bundestagspetition der Lebenshilfe mit der Nummer 195716 und dem Titel „Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung“ zu unterschreiben. Schon jetzt haben fast 30.000 Menschen unterzeichnet, und der Petitionsausschuss muss sich dann damit befassen. Wer Menschen mit Behinderung unterstützen möchte, kann direkt auf der Petitionsseite des Bundestages unterzeichnen.
Immer weniger Paare setzen auf das traditionelle Modell, bei dem eine erwerbstätige Person den Hauptverdienst beisteuert und die andere geringfügig oder gar nicht erwerbstätig ist. 2025 gab es insgesamt rund 14,0 Millionen Paare, in denen beide Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren waren. In jedem vierten dieser Paare (25,2 %) war eine Person geringfügig oder gar nicht erwerbstätig und die zweite Person mehr als geringfügig erwerbstätig, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 mitteilt. Bei mehr als zwei Drittel (68,8 %) aller Paare im Erwerbsalter waren beide mehr als geringfügig erwerbstätig. In 6,0 % der Paare waren beide geringfügig oder gar nicht erwerbstätig.
Kompromiss bei Familienversicherung ist Nebelkerze – Stufenplan zur Refinanzierung der Leistungen für Bürgergeldbeziehende nötig
Die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes Eva Welskop-Deffaa kritisiert im Vorfeld der heutigen Kabinettssitzung den aktuellen Entwurf des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes. Aus Sicht der Caritas ist mit den Korrekturen der letzten Tage die Schieflage keinesfalls überwunden.
„Auch wenn die Kürzungen beim Krankengeld zurückgenommen wurden, bleiben dynamische Erhöhungen bei den Zuzahlungen bei Medikamenten, die in der geplanten Form Menschen mit kleinen Einkommen sehr hart treffen“, so Welskop-Deffaa. Dabei seien zugleich Fehlanreize bei den Packungsgrößen hoch wahrscheinlich.
Was ist aus den betreuungsrechtlichen Reformzielen geworden? Wie steht es um die Qualität rechtlicher Betreuung? Hat das neue Gesetz auch neue Qualitätsimpulse gesetzt oder bleibt am Ende alles beim Alten? Der Betreuer*innenmangel und die Frage nach der Attraktivität des Berufes, die Verschiebung hin zu mehr Behördenbetreuungen und die nach wie vor ungesicherte Situation vieler Betreuungsvereine, die gleichzeitig auch die Förderung ehrenamtlicher Betreuungen betrifft – sie werden angetrieben von der demographischen Entwicklung und einem sich verstärkenden Fachkräftemangel im Bereich sozialer Arbeit und auch von den Spannungen innerhalb der Gesellschaft.
Angesichts anhaltender Diskussionen zu Kürzungen bei der Eingliederungshilfe hat Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a.D., eine Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht. „Die Lebenshilfe sagt klipp und klar: Einsparungen dürfen nicht auf Kosten von Menschen mit Behinderung und ihren Familien gehen. Für unsere inklusive Gesellschaft wäre das verheerend – dieser Kahlschlag muss in jedem Fall verhindert werden. Ohne Eingliederungshilfe als bedarfsgerechte Leistung können Menschen mit Unterstützungsbedarf nicht am allgemeinen Leben teilhaben, nicht an Bildung in der Schule, nicht beim Wohnen im Stadtviertel und nicht in der Freizeit“, so Ulla Schmidt anlässlich des Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai.
Das Statistische Bundesamt berichtet: Rund 1,61 Millionen Frauen und Männer in Deutschland haben im Jahr 2025 Elterngeld erhalten. Das waren rund 62 000 oder 3,7 % weniger als im Jahr 2024. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ging die Zahl der Männer mit Elterngeldbezug im Vorjahresvergleich um 15 000 oder 3,4 % auf 417 000 zurück, die Zahl der leistungsbeziehenden Frauen um 47 000 oder 3,8 % auf 1,19 Millionen. Damit sank die Zahl der Elterngeldbeziehenden im vierten Jahr in Folge und lag 13,9 % niedriger als 2021. Diese Entwicklung spiegelt auch den Rückgang der Geburten in den vergangenen Jahren wider.
nlässlich der am 27. April geplanten Verbändeanhörung übt der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) deutliche Kritik an den Plänen des Bundesjugendministeriums für ein Erstes Gesetz zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (1. KJHSRG). “Der vorliegende Referentenentwurf ist ein Frontalangriff auf die Rechte von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen”, stellt DBSV-Justiziarin Christiane Möller fest.
Ein Hinweis auf eine wichtige Petition zum Thema Eingliederungshilfe im Kontext der anhaltenden Kürzungsdebatte.
https://akds.info/260415-1
Unter folgender Adresse mit Listen, die dann gescannt oder postalisch (Postweg wegen Termin Frist beachten!) zu verschicken sind.
http://www.teilhabeistmenschenrecht.de
Petition unterstützen: Keine Kürzungen bei der Teilhabe
Gemeinsam mit anderen Verbänden unterstützen wir eine Petition im Deutschen Bundestag: Es soll keine Kürzungen und Einschränkungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen geben - zum Beispiel durch Pauschalierungen.
Hier können Sie die Petition digital unterschreiben: Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung:
https://akds.info/260415-2
Hintergrund der Petition sind die seit Monaten immer intensiver geführten Diskussionen um eine Begrenzung der Kosten der
Eingliederungshilfe.
Ulla Schmidt:
“Gekürzte oder gedeckelte Leistungen bedeuten nicht nur weniger Geld – sondern weniger Selbstständigkeit und weniger Würde. Eingliederungshilfe ist kein Luxus und kein freiwilliger Zuschuss. Sie ist Voraussetzung dafür, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt leben und ihre Rechte wahrnehmen können. Mit der Ratifikation der Behindertenrechtskonvention hat Deutschland anerkannt, dass Teilhabe Menschenrecht ist – dies muss der Maßstab bleiben!”
Mit der Petition wird der Bundestag dazu aufgefordert, keine Änderungen am SGB IX vorzunehmen, die zur Einschränkung der selbstbestimmten Lebensführung behinderter Menschen führen. Es soll sichergestellt werden, dass Menschen mit Behinderungen über alle Belange ihres Lebens selbst bestimmen können - wo und mit wem sie leben, wie sie Freizeit, Schule und Arbeit gestalten. Darüber hinaus fordert die Petition, Pflege und Eingliederungshilfe als gleichwertig anzuerkennen und das Recht der Eingliederungshilfe so weiterzuentwickeln, dass Inklusion gestärkt und nicht durch Sparmaßnahmen gefährdet wird.
Sie können auch analog Unterschriften sammeln und an den Petitionsausschuss senden. Eine Vorlage ist dieser Fachinformation beigefügt.
Weitere Informationen zur Petition und den unterstützenden Verbänden: http://www.teilhabeistmenschenrecht.de
Das Präsidium des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. hat am 25. März 2026 Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen beschlossen.
Die Befragung ist abgeschlossen und auch die letzten Papierfragebögen sind per Post bei der Beauftragten der Bundesregierung angekommen. Insgesamt haben, innerhalb von dreieinhalb Monaten, mehr als 35.00 Menschen teilgenommen!
Nun beginnt die systematische Auswertung der Daten. Die Veröffentlichung der zentralen Ergebnisse ist für das Jahr 2027 geplant. Weitere Informationen zu Studie finden Sie unter: https://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/was-wir-machen/forschung/forschung-node.html
Die Lebenshilfe hat Ende Februar eine Petition beim Deutschen Bundestag initiiert. Hauptpetentin ist wegen ihrer großen Bekanntheit Ulla Schmidt. Aktuell wird die Petition vom Petitionsausschuss geprüft und hoffentlich alsbald veröffentlicht. Wir haben uns als Veröffentlichungstermin den 13.04.2026 gewünscht, wissen aber leider nicht, ob dies vom Ausschuss berücksichtigt wird. Den Petitionstext finden Sie auf http://www.lebenshilfe.de. Die Petition ergänzt die seit Februar auf Social Media laufende Kampagne Teilhabe ist Menschenrecht, die vom AKDS unterstützt wird.
Für eine öffentliche Anhörung vor dem Petitionsausschuss sind 30.000 Unterschriften innerhalb von 6 Wochen nach der Veröffentlichung erforderlich. Damit die Petition nicht nur die erforderlichen Unterschriften erhält, sondern darüber hinaus eine möglichst hohe Bekanntheit und Unterstützung erfährt, veröffentlichen wir den Aufruf hier. Wir werden nach Veröffentlichung weiter berichten.
Auf ihrer Frühjahrs-Konferenz haben die Fachverbände für Menschen mit Behinderung das Positionspapier „Gute Pflege für Menschen mit Behinderung und bessere Unterstützung für pflegende Angehörige!“ verabschiedet. In dem Papier machen die Fachverbände deutlich, was sie von der Pflegereform der Bundesregierung erwarten.
GKV-SV-Sprecher Florian Lanz sagte auf Gesundheit+Gesellschaft-Anfrage, die Krankenkassen nähmen insgesamt nicht zu wenig ein, sondern die Ausgaben seien zu hoch. Die Krankenkassen wendeten jeden Tag über eine Milliarde Euro für die Versorgung ihrer 75 Millionen GKV-versicherten Bürgerinnen und Bürger auf. „Das ist sehr viel Geld, das muss reichen.“ Auch Söder forderte, statt minimale Mehreinnahmen zulasten der Familien zu generieren, müssten die Ausgaben der Kassen runter.
Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil schrieb den Vorschlag Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zu. Seine Partei werde sich den Vorschlag genau ansehen, wie es sich in einer Koalition gehöre, sagte der Bundesfinanzminister bei einer Veranstaltung der Bertelsmann-Stiftung. Wie auch die Abschaffung des Ehegattensplittings könne ein Aus der Mitversicherung von Ehepartnern Fehlanreize im Arbeitsmarkt beseitigen und die Unabhängigkeit und Selbstbestimmung der Frauen stärken.
Ob vorgeburtliche Bluttests auf Trisomien wie das Down-Syndrom als gesetzliche Kassenleistung dem Willen des Gesetzgebers entsprechend eingesetzt werden, muss dringend überprüft werden. Das fordert die Bundesvereinigung Lebenshilfe anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tages am 21. März. Der Verband unterstützt damit einen fraktionsüber-greifenden Antrag (Drucksache 21/3873) im Deutschen Bundestag, der am kommenden Freitag beraten werden soll. Mehr als 100 Abgeordnete haben den Antrag jetzt erneut gestellt, nachdem es 2025 wegen der vorgezogenen Neuwahl nicht zu einer Abstimmung gekommen war.
Der Welt-Down-Syndrom-Tag (WDST) am 21.03. wirft Schatten voraus. Dem Neufeld-Verlag verdanken wir den Hinweis auf die Geschichte von Prinz Seltsam.
Wie feiern Sie den Tag? Schreiben Sie uns an .(Javascript muss aktiviert sein, um diese Email-Adresse zu sehen)
Der international bekannte Krückentänzer Stix besucht bayerische Städte und untersucht sie auf Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer. Er lässt sich die Städte von lokalen Führern zeigen, vorzugsweise mit irgendeiner Art von Beeinträchtigung. In Passau war es eine Familie mit Tochter mit dem Down-Syndrom.
https://www.youtube.com/watch?v=IKG0kvZ8mgw
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